Johanna Wothke war 30 Jahre lang Grundschullehrerin und ist Gründerin von Pro Animale für Tiere in Not e.V. Sie ist Trägerin des Bayerischen Verdienstordens, des Bundesverdienstkreuzes am Bande, der MUT-Medaille sowie internationaler Würdigungen. Seit der Gründung im Jahr 1985 arbeitet sie ganztags ehrenamtlich für Pro Animale.
Von Jugend an vollverantwortlich in der Pflege und Versorgung bedürftiger Tierschützlinge in der Keimzelle von Pro Animale bis 2001. Danach Stationsleiterin unseres Rendez-vous mit Tieren. Ab 2009 im Vorstand, gemeinsam mit Johanna Wothke Geschäftsführerin von Pro Animale und verantwortlich für Kontrollreisen in unsere Herbergen.
ist seit Oktober 2019 im Vorstand von Pro Animale, seit 2013 Leiter unserer Pastorale in Österreich. Als zertifizierter Testamentsvollstrecker ist er für die Abwicklung von Erbschaften und Vermächtnissen zuständig und als ausgebildeter Bilanzbuchhalter und Wirtschaftsfachwirt in das gesamte finanzielle Prozedere eingebunden.
seit 1998 bei Pro Animale
seit 1996 bei Pro Animale
seit 1996 bei Pro Animale
seit 2009 bei Pro Animale
Tierarzt und Leiter unseres Rendez-vous mit Tieren.
seit 1995 bei Pro Animale
Repräsentatin von Pro Animale in der Türkei. Leiterin von Yasam Vadisi, der Kastrations- & Unfallklinik, der Katzenvilla und von Esek Adasi.
seit 1994 bei Pro Animale
Verantwortlicher Fotograf für alle Pro Animale Medien. Leiter der Stationen Fellosophie und Dietas neues Nest.
seit 2019 bei Pro Animale
Unser Respräsentant in Italien.
Leiter unseres Sorriso di San Francesco.
seit 2010 bei Pro Animale
Leiter der Lifeline for Irish Horses.
von Beginn an bei Pro Animale
Facility Managerin
Die Grundsätze unseres Handelns
Ein Einblick in unsere Motivationen und Überzeugungen.
… unsere Akzeptanz der Mitgeschöpflichkeit.
Der wesentliche Antrieb für unser Handeln ist die Überzeugung, dass Mensch und Tier einer gemeinsamen Wurzel alles Lebendigen entstammen – wir sind geschwisterlich verbunden und gehören zusammen in unserem Leiden, unserem Wohl und unserem Glücklichsein! Erst dann, erst durch diese Akzeptanz wird es uns möglich, uns in die Situation des in Bedrängnis geratenen leidenden Mitgeschöpfes zu versetzen, und daraus wird uns die Kraft erwachsen, gegen das Unrecht anzutreten, welchem zahllose Mitgeschöpfe täglich anheimfallen. Wir machen uns auf den Weg, weil wir dem Leid unserer Mitgeschöpfe, der Tiere, nicht widerstehen können – das Gefühl der bodenlosen Ungerechtigkeit, welches unseren Mitgeschöpfen widerfährt, lässt uns Widerstand leisten!
… unser Glaube an die Lebensqualität jedes einzelnen geretteten Tieres.
Angesichts des uferlosen Leids, welchem schuldlose Lebewesen anheimfallen, muss für uns der Blick auf das einzelne Mitgeschöpf, dem wir in diesem Augenblick durch unsere Entscheidung beistehen können, richtungsweisend sein. Die Lebensqualität jedes einzelnen von uns geretteten Tieres, das in seiner Existenz einmalig ist, ist ausschlaggebend für unser Tun – nicht unsere Unfähigkeit, die monströse Quantität an Leid auf dieser Erde auffangen zu können. So ist jedes einzelne Lebewesen unseren ganzen Einsatz wert!
… unser Bekenntnis zur Jetzt- und Soforthilfe.
Unsere Hilfe soll unmittelbar und sofort einsetzen und nicht durch hierarchische oder bürokratische Instanzen blockiert und dadurch wirkungslos werden und zu spät kommen. Lassen Sie uns immer daran denken, dass das Jetzt unserer Hilfe in den allermeisten Fällen die einzige Chance für das Überleben eines Tieres ist. Wenn wir jetzt nicht eingreifen, ist seine und unsere Chance vertan! Gerade jetzt taucht es auf aus dem Meer namenlosen Leids – gerade jetzt, wenn wir vorbeikommen …
Auf dem Weg gerade auch zu scheinbar aussichtslosen Situationen im Tierschutzgeschehen haben wir die wunderbare Erfahrung machen dürfen, dass Veränderung und die Rettung Einzelner möglich ist, wenn wir den Glauben daran nicht verlieren und immer wieder versuchen, den „Teufelskreis“, den „circulus vitiosus“, zu durchbrechen!
… unsere Überzeugung, dass wir bei der Planung von Herbergen den Gesichtspunkten einer der jeweiligen Tierart adäquaten Obdachschaffung an erster Stelle folgen müssen.
Dies entspricht beispielsweise unserem unerschütterlichen Bekenntnis der Haltung des Rudeltieres „Hund“ in Gruppen. Die herkömmliche Gefängnishaltung von Tieren in „Tierheimen“ oder in vielen zoologischen Einrichtungen lehnen wir aus moralischen, aber auch aus verhaltenspsychologischen Gründen ab.
Wir möchten durch die Gestaltung unserer Einrichtungen und den Umgang mit unseren Tieren, diesen einen sozial höheren Stellenwert in den Augen unserer Mitmenschen einzuräumen.
Vor allem Hunde und Katzen gehören zu unserem Leben – dorthin, wo wir uns wohlfühlen, uns aufhalten und leben möchten. Wir wünschen uns, dass Tierfreunde, die unsere Einrichtungen besuchen, gerne immer wieder bei uns einkehren, da sie eine ganz besondere, liebevoll ausgestattete Herberge kennengelernt und einen innigen und verständnisvollen Umgang mit unseren Schützlingen gespürt haben.
… unsere Solidarität mit alten und durch ihr Schicksal besonders leidgeprüften Tieren.
Gerade diese bedürfen unserer besonderen Aufmerksamkeit – sie genießen Priorität! Niemals darf ein Tier – „nur“ weil es alt, behindert, untauglich, unerwünscht oder (auf Hunde und Katzen bezogen) unvermittelbar ist – getötet werden! Die sogenannte „humane“ Tötung darf nur dann stattfinden, wenn die Lebensqualität des Tieres durch unerträgliches, irreparables Leiden einem qualvollen Siechtum gleichkommt.
… unsere Überzeugung, dass ein kopflastiger Verwaltungsapparat effektive Tierschutzarbeit behindert.
Eine kopflastige Vereinsstruktur – wir verstehen darunter einen übertriebenen Verwaltungsapparat – bedeutet nicht nur sinnlose und sträfliche Verschwendung von Spendengeldern, sondern lähmt auch die Mobilität der Arbeit, die doch immer so schnell und effektiv wie möglich durchgeführt werden soll.
…unsere Überzeugung, dass wir niemals aufhören sollen, die Professionalität unserer Arbeit zu steigern.
Dies beginnt bei der adäquaten Pflege der uns anvertrauten Schützlinge betrifft natürlich auch die Handhabung der unerlässlichen medizinischen Fürsorge, wie auch die Planung, Durchführung und Überwachung von Bauvorhaben – und noch vieles mehr.
… durch die Rettung von Tieren aus auswegloser Situation durch die Übernahme – aber auch durch den Freikauf – von Tieren in unsere Obhut
… bezogen auf den deutschsprachigen Raum
… durch die Verbreitung ethischen Gedankengutes,
… durch das Tätigwerden jenseits unserer Landesgrenzen
Erste Tierherberge in Uetzing, die „Keimzelle“, für ca. 40 Hunde
Beginn des tierschützerischen Tätigseins durch Verbringen von Hilfsgütern und Übernahme von sogenannten „Canile-Hunden“ nach Deutschland
Eröffnung der ersten externen Tierherberge in Hornberg/Schwarzwald für ca. 80 Hunde und 40 Katzen; Schließung 2008
1. Notstation in Benalmadena, weit über 6000 Tiere wurden bis 2012 gerettet, 2012 Schließung der Notstation
Errichtung der ersten Kastrationsklinik in Moskau; Ende dieses Kastrationsprogramms 2011,
Bilanz: über 44.000 OPs
Errichtung von Fallada für ca. 60 Schlachtpferde aus den Tier-Todes-Transporten
Start des Programms für polnische Kettenhunde, bis heute Errichtung von 726 sog. Refugien. Aktuell tägl. Betreuung von ca. 310 Hunden in 280 Refugien
Kauf eines 27 ha großen Tals in Assisi, Eröffnung der Tierherberge Sorriso di San Francesco d‘Assisi für ca. 50 Hunde und 40 Großtiere
Errichtung von Spartacus für ca. 40 Schlachtpferde
Verwirklichung von Avalon, dem ersten und bisher einzigen Sanctuary für ca. 80 Greyhounds
Verwirklichung einer weiteren Rettungsstation für Schlachtpferde: Samaria I
Errichtung eines alternativen Katzen-Refugiums und einer 3. Pferde-Zuflucht: Sussita Kumi
Verwirklichung einer weiteren Rettungsstation für Schlachtpferde: Samaria II
Verwirklichung einer Herberge für ca. 90 Hundesenioren in Cala di Mijas: El Dorado
Übernahme von Esek Adasi, der Eselinsel des türkischen Nationalparks mit ca. 80 Eseln
Eröffnung der Pensionsstelle Karpno für ca. 60 Pferde aus den Schlachttiertransporten
Errichtung des Rendez-vous mit Tieren – Tierherberge für ca. 80 Hunde, 40 Katzen und 100 Großtiere
Errichtung einer Tierherberge in St. Radegund/OE, seit 2010 Pastorale für ca. 70 Katzen und 130 Großtiere
Verwirklichung von Dietas Nest – Herberge für ca. 30 Windhunde
Übernahme der gemeindeeigenen Tierstation bei Kostrzyn mit ca. 180 Hunden und artspezifische Umstrukturierung/ Errichtung als Tierherberge Kolebka Słońca
Übernahme der „Tierschutzstiftung Fellenberg“, heute: Stiftung Pro Animale Schweiz
Eröffnung der Kastrationsklinik in Altinoluk
Eröffnung der Lifeline for Irish Horses der „Stiftung Pro Animale Schweiz“ für 120 Equiden
Eröffnung des Yasam Vadisi – Tierherberge für ca. 300 Hunde und ca. 400 Großtiere
Einweihung des „Hunde-Planeten“ Copernika – Herberge für ca. 200 Hunde
Eröffnung der Fellosophie – Herberge für ca. 60 Hunde
Eröffnung von Delicia Natural – Pensionsstelle für ca. 200 Großtiere
Eröffnung von MEMENTO, der weltweit einzigen Gedenkstätte an das Leiden der Tiere
Eröffnung des Schafhofs – Tierherberge für ca. 70 Schafe, 30 Ziegen, 25 Katzen und 20 Gefiederte
Eröffnung der Doris Zinn Herberge für ca. 50 Hunde-Senioren
Eröffnung von Dietas neues Nest,
Windhundherberge für ca. 30-40 Hundeschützlinge
2019 Deutschland:
Eröffnung des Charity Shops in der Fellosophie in Worms
2022 Deutschland:
Eröffnung des Waschbärrefugiums „Wo die wilden Kerle wohnen“ für ca. 30-40 Waschbären
2022 Deutschland
Eröffnung von Alma Mater – Rinderrefugium für ca. 18 Rinder
2023 Deutschland
Eröffnung des Stadttaubenprogramms „Holubka“ in Schweinfurt
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