2018 gelang uns im März und September die außerordentliche Rettung von 64 Fluchteseln aus den Nebenschauplätzen des Krieges an der türkisch-syrischen Grenze in der Osttürkei.

Wir erfuhren von dramatischen Zuständen in einem gemeindeeigenen Auffanglager in der Osttürkei – dort waren Esel untergebracht worden und ihrer Verelendung preisgegeben. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich hierbei um Esel handelte, die Menschen zu ihrer Flucht über die bergige Grenze genutzt hatten, dann aber zurücklassen mussten, weil die Tiere auf ihrer weiteren Fluchtroute eine Belastung darstellen würden. Vielleicht hoffte man auch, die Esel könnten in der Freiheit selbst für ihr Überleben sorgen. Doch die Futtersuchenden wurden anscheinend zu einem Ärgernis und die dort zuständige Gemeinde entschloss sich, die Esel einzufangen und einzusperren, nicht eingedenk der finanziellen Konsequenzen – sind in dieser ländlichen Gegend die dort ansässigen Menschen doch wahrlich nicht mit Gütern gesegnet.

Gemeinsam mit unserer Repräsentantin Nilgün Varos entschlossen wir uns, diese armseligen Individuen nicht im Stich zu lassen und diesen Gewaltakt zu wagen. Wir sind dankbar, dass uns die Rettung dieser 64 „Fluchtesel“ dank des enormen und im höchsten Maße professionellen Einsatzes von Nilgün so wunderbar gelingen durfte.

Heute leben die Geretteten in unserem Yasam Vadisi (Tal des Lebens).

Liebe Leser, Sie werden sicherlich erschüttert sein von dem erschreckenden Zustand dieser Esel, als wir sie vorfanden. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, lesen Sie bitte die beiden Ausgaben unseres „Der Tropfen“ vom Juli und Dezember 2018.