seit 1985 gemeinnützige und internationale Tierschutzorganisation

 

als Maxime unseres Handelns ...

Versuch einer Darstellung unserer Motivationen und Überzeugungen

 

 

I. ...unsere Akzeptanz der Mitgeschöpflichkeit

Der wesentliche Antrieb für unser Handeln ist die Überzeugung, dass Mensch und Tier einer gemeinsamen Wurzel alles Lebendigen entstammen – wir sind geschwisterlich verbunden und gehören zusammen in unserem Leiden, unserem Wohl und unserem Glücklichsein! Erst dann, erst durch diese Akzeptanz wird es uns möglich, uns in die Situation des in Bedrängnis geratenen leidenden Mitgeschöpfes zu versetzen und daraus wird uns die Kraft erwachsen, gegen das Unrecht anzutreten, welchem zahllose Mitgeschöpfe täglich anheimfallen.

Wir machen uns auf den Weg, weil wir dem Leid unserer Mitgeschöpfe, der Tiere, nicht widerstehen können – das Gefühl der bodenlosen Ungerechtigkeit, welches unseren Mitgeschöpfen widerfährt, lässt uns Widerstand leisten !

 

II. ... unser Glaube an die Lebensqualität jedes einzelnen geretteten Tieres

Angesichts des uferlosen Leids, welchem schuldlose Lebewesen anheimfallen, muss für uns der Blick auf das einzelne Mitgeschöpf, dem wir in diesem Augenblick durch unsere Entscheidung beistehen können, richtungsweisend sein.

Die Lebensqualität jedes einzelnen von uns geretteten Tieres,  das in seiner Existenz einmalig ist, ist ausschlaggebend für unser Tun – nicht unsere Unfähigkeit, die monströse Quantität an Leid auf dieser Erde auffangen zu können. So ist jedes einzelne Lebewesen unseren ganzen Einsatz wert !

 

III. ... unser Bekenntnis zur Jetzt- und Soforthilfe

Unsere Hilfe soll unmittelbar und sofort einsetzen und nicht durch hierarchische oder bürokratische Instanzen blockiert und dadurch wirkungslos werden und zu spät kommen. Lassen Sie uns immer daran denken, dass das Jetzt unserer Hilfe in den allermeisten Fällen die einzige Chance für das Überleben eines Tieres ist. Wenn wir jetzt nicht eingreifen, ist seine und unsere Chance vertan! Gerade jetzt taucht es auf aus dem Meer namenlosen Leids – gerade jetzt, wenn wir vorbeikommen... Wenn wir jetzt nicht eingreifen, ist seine und unsere Chance vertan!

 

IV. ... unser Bekenntnis zum „Dennoch"

Auf dem Weg gerade auch zu scheinbar aussichtslosen Situationen im Tierschutzgeschehen, haben wir die wunderbare Erfahrung machen dürfen, dass Veränderung und die Rettung Einzelner möglich ist, wenn wir den Glauben daran nicht verlieren und immer wieder versuchen, den „Teufelskreis", den „circulus vitiosus", zu durchbrechen!

 

V. ... unsere Überzeugung, dass wir bei der Planung von Herbergen den Gesichtspunkten einer, der jeweiligen Tierart, adäquaten Obdachschaffung an erster Stelle folgen müssen

Dies entspricht beispielsweise unserem unerschütterbaren Bekenntnis der Haltung des Rudeltieres „Hund" in Gruppen. Die herkömmliche Gefängnishaltung von Tieren in „Tierheimen" oder in vielen zoologischen Einrichtungen lehnen wir aus moralischen, aber auch aus verhaltenspsychologischen Gründen ab.

 

VI. ... unser Versuch, den Schützlingen einen sozial höheren Stellenwert einzuräumen

Wir versuchten bisher auch durch die Gestaltung unserer Einrichtungen und den Umgang mit unseren Tieren, diesen einen sozial höheren Stellenwert in den Augen unserer Mitmenschen einzuräumen.

Vor allem Hunde und Katzen gehören zu unserem Leben – dorthin, wo wir uns wohlfühlen, uns aufhalten und leben möchten. Wir wünschen uns, dass Tierfreunde, die unsere Einrichtungen besuchen, gerne immer wieder bei uns einkehren, da sie eine ganz besondere liebevoll ausgestattete Herberge kennengelernt und einen innigen und verständnisvollen Umgang mit unseren Schützlingen gespürt haben.

 

VII. ... unsere Solidarität mit alten und durch ihr Schicksal besonders leidgeprüften Tieren

Gerade diese bedürfen unserer besonderen Aufmerksamkeit – sie genießen Priorität! Niemals darf ein Tier – „nur" weil es alt, behindert, untauglich, unerwünscht oder (auf Hunde und Katzen bezogen) unvermittelbar ist – getötet werden! Die sogenannte „humane" Tötung darf nur dann stattfinden, wenn die Lebensqualität des Tieres durch unerträgliches, irreparables Leiden einem qualvollen Siechtum gleichkommt.

 

VIII. ... unsere Überzeugung, dass ein kopflastiger Verwaltungsapparat effektive Tierschutzarbeit behindert

Eine kopflastige Vereinsstruktur – wir verstehen darunter einen übertriebenen Verwaltungsapparat – bedeutet nicht nur sinnlose und sträfliche Verschwendung von Spendengeldern, sondern lähmt auch die Mobilität der Arbeit, die doch immer so schnell und effektiv wie möglich durchgeführt werden soll.

 

IX. ... unsere Überzeugung, dass wir niemals aufhören sollen, die Professionalität unserer Arbeit zu steigern

Dies beginnt bei der adäquaten Pflege der uns anvertrauten Schützlinge, betrifft natürlich auch die Handhabung der unerlässlichen medizinischen Fürsorge wie auch die Planung, Durchführung und Überwachung von Bauvorhaben – und noch vieles mehr.